Anfang Januar 2026 kam es im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu einem großflächigen Stromausfall, bei dem zehntausende Haushalte ohne Strom, Heizung und Kommunikation blieben. Ursache war ein gezielter Brandanschlag auf Stromkabel, der am 3. Januar von linksextremistischen Tätern verübt wurde.

Vor diesem Hintergrund organisierten ukrainische Geflüchtete in Berlin schnell einen improvisierten „Punkt der Unbeugsamkeit“, um die betroffenen Anwohner zu unterstützen. Die Initiative wurde im deutsch-ukrainischen Zentrum AdlerA e.V., geleitet von Oksana Orel, umgesetzt. Da das Gebäude an eine andere Stromleitung angeschlossen war, konnte dort ein beheizter und mit Strom versorgter Treffpunkt eingerichtet werden.

Dort konnten deutsche und ukrainische Bürger sich aufwärmen, ihre Handys aufladen, heißen Tee trinken und Essen zubereiten. Zusätzlich boten die Ukrainer auch psychologische Unterstützung an und teilten ihre Erfahrungen aus der Ukraine, wo sie während des Krieges häufig lange Stromausfälle erlebt hatten.

Viele Anwohner zeigten sich beeindruckt von der schnellen Selbstorganisation der ukrainischen Gemeinschaft. Für zahlreiche Berliner war eine mehrtägige Stromunterbrechung ein Schock und machte deutlich, wie verletzlich selbst eine moderne Großstadt sein kann.

Bis zum 8.–10. Januar 2026 wurde die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt. Die Initiative der ukrainischen Geflüchteten wurde zu einem starken Symbol für Solidarität, gegenseitige Hilfe und gesellschaftliche Resilienz.

Autorin der Zusammenstellung - Anastasiia Malyshenko